Retten - Die Einsatzbereiche der DLRG Speyer

Neben der Ausbildung ist die zweit wichtigste Aufgabe der DLRG der aktive Kampf gegen den nassen Tod - das Ertrinken. Zu diesem Zweck betreibt die Speyerer Ortsgruppe eine Rettungsstation zur Durchführung eines geregelten Wasserrettungsdienstes im Naherholungsgebiet Binsfeld.

Für Einsätze außerhalb der regulären Wachzeiten, sowie im gesamten Stadtgebiet stellt die DLRG Speyer seit 2004 eine "Sonder-Einsatz-Gruppe Wasserrettung" (kurz SEG-WR). Bei unterschiedlichsten Einsätzen, am und im Wasser, kann entweder ein Bootstrupp oder ein Tauchtrupp besetzt werden. Die meisten Einsätze erfolgen zusammen mit der Feuerwehr die entsprechende Boote besetzt, sodass der Tauchtrupp der DLRG häufiger gefragt ist.

Zur Durchführung dieser Aufgaben stehen der Ortsgruppe unterschiedliche technische Hilfsmittel zur Verfügung, welche unter dem Menüpunkt Technik näher vorgestellt werden.

Einsatztagebuch

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Einsatz Person/en im Fahrzeug (Di 24.01.2017)
2017/01: PKW im Rhein

Einsatzart:Person/en im Fahrzeug
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:24.01.2017 - 24.01.2017
Alarmierung:Alarmierung durch DME
am 24.01.2017 um 14:27 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 14:45 Uhr
Einsatzende:24.01.2017 um 18:20 Uhr
Einsatzort:Km 401
Einsatzauftrag:Fahrzeug orten, Person bergen.
Einsatzgrund:Zeugen haben einen Pkw mit einem Insassen im Rhein untergehen sehen.
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Taucheinsatzführer
  • 1 Bootsführer
  • 2 Einsatztaucher
  • 2 Signalmann
0/1/5/6
Eingesetzte Einsatzmittel - Mannschaftstransportwagen (MTW) - Pelikan Speyer 19-1 - SP-OG 88
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Speyer 77-1 -

Kurzbericht:

Pressemitteilung der Feuerwehr Speyer:
Nachdem ein Pkw mit einem Insassen in den Rhein gerollt war, leitete die Feuerwehr Speyer einen umfangreichen Rettungseinsatz ein. Fahrzeug und Insasse wurden gefunden und an Land gebracht. Durch den Rettungsdienst konnte jedoch leider nur noch der Tod eines Mannes festgestellt werden.
Am frühen Nachmittag des 24.01.2017 wurde die Feuerwehr Speyer über Notruf 112 an den Rhein gerufen.
Augenzeugen hatten beobachtet, wie ein Pkw mit einem Insassen in den Rhein rollte, dort noch einige Meter stromabwärts trieb und dann versank.
Die Feuerwehr leitete daraufhin einen umfangreichen und intensiven Rettungseinsatz ein.
Dabei wurden Einsatzkräfte zur Suche entlang des Ufers, mehrere Boote mit Sonar, Rettungsschwimmern und Rettungstauchern, sowie zwei Rettungshubschrauber und ein Hubschrauber der Polizei eingesetzt.
Die Suche aus der Luft brachte dann auch den entscheidenden Hinweis. Der Polizeihubschrauber meldete ein Objekt unter der Wasseroberfläche in Ufernähe.
Einem Boot des Wasserschifffahrtsamtes, das sich zu diesem Zeitpunkt am nächsten an der Fundstelle befand, gelang es das Objekt mit einem Haken an einem Kranarm zu erfassen und bis ans Ufer zu ziehen.
Tatsächlich handelte es sich um einen Pkw, der am Ufer von der Feuerwehr übernommen und gesichert wurde.  
 Es gelang den Feuerwehrleuten in den Pkw einzusteigen und den Insassen aus dem Fahrzeug zu befreien.
Der leblose Mann wurde auf den Rheindamm gerettet und dort dem Rettungsdienst übergeben. Trotz der sofort eingeleiteten Behandlung, konnte vom Notarzt nur noch der Tod festgestellt werden.
Feuerwehr und DLRG Speyer waren mit insgesamt 24 Einsatzkräften vor Ort.
Linksrheinisch wurde die Suche mit zusätzlichen Booten der Feuerwehren der Verbandgemeinde Rheinauen, sowie Tauchern der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen und der DLRG des Rhein-Pfalz-Kreises unterstützt.
Hinzu kamen noch rechtsrheinisch weitere Feuerwehren und DLRG Ortsgruppen, die mit insgesamt 22 Einsatzkräften die Suche zusätzlich unterstützen.
Der Rettungsdienst war mit zwei Hubschraubern und einem Rettungswagen, die Polizei mit mehreren Streifenwagen, Booten und einem Hubschrauber im Einsatz.
Das Wasserschifffahrtamt befand sich bei Einsatzbeginn in der Nähe und beteiligte sich die ganze Zeit über an der Suche und den Rettungsmaßnahmen.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.